Epilog

946 Tage später: Mission geglückt

946 Tage später: Mission geglückt

Europa fühlt sich für mich extrem hoch getaktet an, mit wenig bis keinem Spielraum für…ja für was eigentlich? Für das Leben, das Innehalten, das bloß Sein, das sich und andere Kennenlernen, für all die vielen Farben und Nuancen zwischen Schwarz und Weiß. Europa fühlt sich für mich an, als ob immer alles passen muss, definiert, erklärt und benannt sein muss. Ich sehe keinen Platz für Unschärfe. Das finde ich schade, weil man dadurch vom Wunder Leben, mit all seinen Widersprüchen und Unvereinbarkeiten, vieles versäumt. Ich versuche mir ein wenig dieser bunten Welt, die ich so oft vorfand, zu erhalten, aber ob mir das auf Dauer in diesem Umfeld gelingen wird? Man wird sehen… Weiterlesen

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Wie lange noch?

IMG_4465cJetzt bin ich wieder retour in Europa und als ersten Ort habe ich mir ganz bewusst Berlin ausgesucht. Denn Berlin ist mir bekannt, vertraut, dennoch nicht (m)ein Zuhause, die Stadt ist groß, offen, tolerant und aufgeschlossen. Hier falle ich nicht auf und kann ganz anonym die graue Maus sein. Auch neu: ich verstehe alle Leute wieder, bekomme ihr endloses Geplapper mit. Und was ich höre sind Sorgen die sie selbst gewählt haben: stressige Meetings, wichtige Unterlagen, Wahl des Studiums, Probleme in der Beziehung. Alles virtuell und doch real. Noch erkenne ich all dies als Illusion. Wie lange noch?

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