Bhavatu Sabba Mangalam

Einsatz in der Großküche

Einsatz in der Großküche

Eigentlich habe ich gedacht, dass mit meiner Ankunft in Graz der letzte Eintrag hier auf den |Randfragen geschrieben sei. Aber ich hätte es besser wissen müssen. Wann ist denn die eine Reise, die des Lebens, schon wirklich vorbei? So ergibt eine Sache die nächste und ich bin schon wieder unterwegs, diesmal weniger mit Rucksack und auf der blauen Murmel, als mehr mit meinem neuen, froschgrünen Sitzkissen und bei der Erforschung meiner inneren Pfade… Weiterlesen

Share

Epilog

946 Tage später: Mission geglückt

946 Tage später: Mission geglückt

Europa fühlt sich für mich extrem hoch getaktet an, mit wenig bis keinem Spielraum für…ja für was eigentlich? Für das Leben, das Innehalten, das bloß Sein, das sich und andere Kennenlernen, für all die vielen Farben und Nuancen zwischen Schwarz und Weiß. Europa fühlt sich für mich an, als ob immer alles passen muss, definiert, erklärt und benannt sein muss. Ich sehe keinen Platz für Unschärfe. Das finde ich schade, weil man dadurch vom Wunder Leben, mit all seinen Widersprüchen und Unvereinbarkeiten, vieles versäumt. Ich versuche mir ein wenig dieser bunten Welt, die ich so oft vorfand, zu erhalten, aber ob mir das auf Dauer in diesem Umfeld gelingen wird? Man wird sehen… Weiterlesen

Share

Wandelbar

Wiener Wiedersehen: keine halben Sachen

Wiener Wiedersehen: keine halbe Sache

Meistens höre ich, dass sich nichts getan habe in der Heimat seit ich aufgebrochen bin. Aber stimmt das? Kann es sein, dass sich so wirklich gar nichts tut in Europa, während der Rest der Welt im steten Wandel lebt? Nun, das dürfte ganz im Auge des Betrachters liegen. Katrin und Rober sah ich vor meiner Reise das letzte Mal in St. Nikolai im Sausal, nach meiner Rückkehr waren sie die ersten vertrauten Gesichter, die mich am alten Kontinent empfingen. Vetter und Base, in Dortmund, sind gerade am siedeln und noch jemand hat eine große Änderung hinter sich: Diana, aus Bogota. Mit ihr übte ich in Kolumbien Deutsch, ehe sie als Au-pair zuerst nach Düsseldorf ging und mittlerweile in Köln lebt. Weiterlesen

Share

Kalter Krieg im heißen Kuba

IMG_4130_v1Am Anfang lief alles glatt. Das tut es immer bei diesen Geschichten die dann eine scharfe Wende nehmen. Meine Reise nach Kuba führte mich zuerst in die kubanische Botschaft in Buenos Aires. Keine Sicherheitsschleuse, keine Waffen, einfach rein, Visum beantragt und fünf Minuten später wieder raus marschiert. Das war einfach. Als nächstes ging es von Montevideo aus über Lima, Bogota und zwei verschiedene Tage nach Havanna. Eigentlich schon eine prädestinierte Sache um etwas schief gehen zu lassen. Aber alles war bestens. Ich habe keinen Flug verpasst, musste nie zum Boarding hetzen oder mich mit einem verlorenen Gepäck ärgern – letzteres schaffte es zu meiner Überraschung pünktlich, unbeschadet und ohne mich den ganzen Weg bis nach Kuba. Weiterlesen

Share

100.000 und der Reichtum

Nächster Halt: Kuba

Nächster Halt: Kuba

Die 100.000 Kilometer sind geknackt! Um genau zu sein waren es 101.279 Kilometer auf der Hauptroute, als ich in Lima aus dem Flugzeug stieg. Das entspricht zweieinhalb Mal dem Erdäquator. Da wurde mir klar, wie weit und lange ich eigentlich schon unterwegs bin. Und auf meinem Flug nach Havanna wurde mir auch bewusst, wie reich ich eigentlich bin. Meine Anreise auf die Karibikinsel führte mich über Lima und Bogota mit jeweils mehreren Stunden Aufenthalt. Als ich das erste Mal Ende Oktober auf diesen Kontinent kam, da kannte ich noch niemanden und war mutterseelenallein. Weiterlesen

Share

Am Ende nochmal Stress

IMG_3535Montevideo, das sollte ein entspannter Städtetrip werden, bevor es weiter nach Kuba geht. Sollte. Anfangs lief noch alles schön nach Plan. Mit der Fähre von Buenos Aires nach Colonia übergesetzt, in den wartenden Bus gehüpft, in der Hauptstadt eingeritten, einen Café getrunken und meinen supernetten Couchsurfinghost Patricia getroffen. Sie nahm mich dann auch gleich abends mit auf eine Veranstaltung, auf der ich viele ihrer sehr netten und interessanten Freunde kennenlernen konnte. Am nächsten Tag dann stand ein schneller Gang zum Bankomaten an, um meine Barreserven von Null auf ausreichend für Kuba aufzustocken und dann wollte ich die Stadt besichtigen. Nun, was folgte war eine Citytour der anderen Art, bei der ich nur Banken, Bankomaten und Wechselstuben gesehen habe. Nicht genau das, was ich mir erwartete, aber auf jeden Fall auch eine eigenwillig-interessante Art, eine neue Stadt kennenzulernen. Mal sehen ob ich die Geschehnisse noch auf die Reihe bringe. Weiterlesen

Share

Was wäre wenn?

Mein nächster Halt war Mendoza und das aus gutem Grund. Doch dazu ein wenig später. Zuerst möchte ich meine ersten Eindrücke dieser Stadt mit einer kleinen Galerie teilen:
Galerie – Mendoza

Untergebracht war ich die zehn Tage in der Weinhauptstadt Argentiniens bei drei verschiedenen Couchsurfinghosts und ich kann diese Webseite nicht oft genug erwähnen. Ob Hostel oder Host, das macht einen riesigen Unterschied. Und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Neben der Chance nette Menschen kennenzulernen und ein Stückchen mit ihnen gemeinsam zu (er)leben, bekommt man wohl auch immer die besten Tipps die man in keinem Reiseführer lesen kann. Konkret war es diesmal der Tipp, dass ich zum Erfüllen meiner Mission am besten zur Provinzverwaltung schauen sollte. Weiterlesen

Share

Der Kreis schließt sich

IMG_2441

Der Kreis schließt sich

Die folgende Geschichte habe ich in Südamerika schon ein paar Mal zum Besten gegeben und ich erzähle sie immer wieder gerne, weil sie sehr gut für all das steht was man zu Gesicht bekommt, wenn man sich nur einmal traut loszulassen. Kleine Entscheidungen werden zu größeren und irgendwann beeinflussen sie unser Leben in nicht mehr zu ignorierender Weise. Das kommt vielleicht sogar sehr oft vor, aber fällt es uns immer auf? Mir eigentlich nicht, wäre da nicht ein Telefon und folgende Geschichte: Es war der 10. September 2011, die beiden vorigen Tage war ich damit beschäftigt Flyer zu verteilen. Die Vorbereitungen für meine Reise gingen gerade so richtig los und ich musste mich von allem Hab und Gut trennen, denn die Kündigung für die Wohnung war bereits eingereicht. Weiterlesen

Share

Die Dinge ändern sich (Die Antwort)

Argentinische Pampa

Argentinische Pampa

Wie sich die Dinge ändern, hier in Argentinien. Das beginnt schon bei ganz bedeutungslosen Ereignissen wie den Assoziationen mit Österreich. Meine bisherige Hitliste auf die Aussage „Ich bin aus Österreich“ ergab außerhalb Europas folgendes Bild: Die absolute Nummer eins, unangefochten und immer wieder beliebt: „Australia?“ (mit meiner Lieblingsabwandlung: „Nope, no kangaroos in Austria“, gefolgt von aufgerissenen Augen: „What? No kangaroos in Australia?“), dicht gefolgt von einem der eigentlich gar kein Ösi ist, Beethoven, und seinem Kollegen Mozart, sind sich die Leute bei der Nummer vier der Hitliste, Hitler, gar nicht sicher ob der nicht eigentlich Deutscher war (ja, es geht das Gerücht um Österreichs bedeutendste historische Errungenschaft sei es gewesen die Welt glauben zu lassen Hitler sei Deutscher und Beethoven Österreicher, ich kann diesen Eindruck nach einer Nachschau auf drei Kontinenten bestätigen). Weiterlesen

Share

Argentinische Gastfreundschaft

IMG_2112Immer noch Argentiniens Küste nach Norden folgend und Bahia Blanca im Sinn, kam es noch zu einem weiteren Zwischenstopp: Viedma, Carmen de Patagones und El Condor. Während die ersten beiden Städte an den gegenüberliegenden Ufern des Rio Negros liegen, der hier die Grenze zwischen den Provinzen Rio Negro und Buenos Aires bildet, befindet sich El Condor etwa 20 Minuten Busfahrt weiter an der Mündung des Flußes und wartet mit einer windgepeitschten Atlantikküste auf. Wie es mich an diese Orte verschlug? Romina, meine Freundin aus Bahia Blanca, unterrichtete in Viedma und fragte ihre Studierenden, ob sie sich mit einem weltreisenden Gringo treffen wollen. Wollten sie, denn sie alle studieren Tourismus, aber ich denke das war nur sekundär. Primär kam die argentinische Gastfreundschaft zum Vorschein und so holte mich Maxi in Viedma ab, brachte mich in ein Hostel und holte mich am nächsten Morgen ab, machte eine Tour durch Viedma und Patagones, übergab mich Sara, die gleich ein Mittagessen mit drei weiteren ihrer Freunde organisierte und die mich anschließend nach El Condor zu ihrer Familie einlud. Weiterlesen

Share