Es wird Zeit

Der Lump

Der Lump

Noch bin ich in Dortmund, aber trotzdem denke ich immer öfter an meine Rückkehr nach Graz. Wieso? Nun, die Gründe sind vor allem pragmatischer Natur. Mein Reisepass läuft ab, meine Kreditkarte läuft ab, meine Hosen, Socken und Shirts sind löchrig und mein Rucksack löst sich auch schon auf. Wenn das so weitergeht, dann würde ich bald nackt in der Gegend stehen, darauf habe ich bei der herannahenden kalten Jahreszeit auch keine Lust. Das lässt mich darüber nachdenken, was ich als Weltreisender tatsächlich brauche. Nun, es gibt tatsächlich zwei Dinge, die ich auf meiner Weltumrundung mehr oder weniger oft vermisst habe wenn ich an Österreich dachte: Schwarzbrot und Alpenwasser. Brot und Wasser. Das sind wirklich keine Ansprüche die schwer zu erfüllen sind. Unter gewissen Umständen bekommt man eine Unterbringung bei Wasser und Brot sogar umsonst. Meine Zukunft scheint gesichert zu sein, so oder so. Das T-Shirt auf dem Foto hat übrigens gezählte 78(!) Löcher. Ich sollte heim. Zeit wirds.

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Märchenland

Mit Rober und Katrin in Heyen

Mit Rober und Katrin in Heyen

Nach einer Woche im wuseligen Berlin verweilte ich nun eine Woche im sehr beschaulichen Heyen, inmitten des deutschen Märchenlandes. Hier in der Gegend ging der Rattenfänger von Hameln um, schrieben Busch, die Gebrüder Grimm und Münchhausen Märchengeschichten. Märchenhaft ging es mir auch hier bei meinen Gastgebern, Katrin und Rober. Die beiden hatten damals, als sie noch in Graz lebten und das „Curry & Fritz“ am Glockenspielplatz betrieben, immer ein Bier, eine Currywurst und einen Rat für mich bereit. Und sie sind eine Inspiration für mich, denn sie können das Leben so nehmen wie es kommt. Schön, dass es auch in Europa noch Menschen gibt die den Moment leben und Rückschläge immer auch als Chance sehen. Das finde ich märchenhaft schön. Weiterlesen

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Wie lange noch?

IMG_4465cJetzt bin ich wieder retour in Europa und als ersten Ort habe ich mir ganz bewusst Berlin ausgesucht. Denn Berlin ist mir bekannt, vertraut, dennoch nicht (m)ein Zuhause, die Stadt ist groß, offen, tolerant und aufgeschlossen. Hier falle ich nicht auf und kann ganz anonym die graue Maus sein. Auch neu: ich verstehe alle Leute wieder, bekomme ihr endloses Geplapper mit. Und was ich höre sind Sorgen die sie selbst gewählt haben: stressige Meetings, wichtige Unterlagen, Wahl des Studiums, Probleme in der Beziehung. Alles virtuell und doch real. Noch erkenne ich all dies als Illusion. Wie lange noch?

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100.000 und der Reichtum

Nächster Halt: Kuba

Nächster Halt: Kuba

Die 100.000 Kilometer sind geknackt! Um genau zu sein waren es 101.279 Kilometer auf der Hauptroute, als ich in Lima aus dem Flugzeug stieg. Das entspricht zweieinhalb Mal dem Erdäquator. Da wurde mir klar, wie weit und lange ich eigentlich schon unterwegs bin. Und auf meinem Flug nach Havanna wurde mir auch bewusst, wie reich ich eigentlich bin. Meine Anreise auf die Karibikinsel führte mich über Lima und Bogota mit jeweils mehreren Stunden Aufenthalt. Als ich das erste Mal Ende Oktober auf diesen Kontinent kam, da kannte ich noch niemanden und war mutterseelenallein. Weiterlesen

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Abmeldung

Freundschaft!

Freundschaft!

So, bin dann mal für zwei Wochen auf Kuba. Die meiste Zeit werde ich außerhalb der Hauptstadt sein, Internet wird daher flachfallen. Freu mich schon :-) Werde mich dann wieder ab 25. August aus Berlin melden und einiges an Material nachreichen. Von Montevideo beispielsweise. Und auch von meiner Reise nach Kuba. Zwei Zwischenstopps wird es geben, einmal in Lima, einmal in Bogota. In Lima gibt es übrigens einen Grund zu feiern: Auf diesem Flug knacke ich die 100.000 Kilometermarke! Bis dann, in Europa.

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Nordwärts in den patagonischen Winter

IMG_1645_v1Nachdem mich eine verschneite Straße und eine widerliche Erkältung ein paar weitere Tage zurückgehalten haben ist nun alles wieder auf „go“. In ein paar Stunden geht es nach Puerto Natales und morgen in der Früh dann weiter über die Grenze nach Argentinien. Land Numero 19 (oder 22, je nach Zählweise), ich komme!

Und dir Chile ein ganz dickes „Dankeschön“ für all die wunderbaren Menschen, Momente und Orte mit denen du mich überrascht hast. Bevor ich her kam war es nur ein weiteres Land von dem ich nichts wusste, am Weg zwischen mir und meiner Reise. Am Ende waren es dann doch knapp drei Monate die ich hier verbracht habe und das aus gutem Grund! ^.^

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Das Ende der Wende

Habe ich nicht erst unlängst geschrieben, dass mit Punta Arenas die Wende erreicht ist und es nun wieder in den Norden geht? Nun, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ich habe mir hier ein Zimmer bis Anfang Mai gemietet. Wieso? Keine Ahnung, jedenfalls ist das das vorläufige Ende der Wende.  Wer die Gelegenheit zum Plausch nutzen mag, der kann mich auf vielfältige Art und Weise kontaktieren.

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Zwei Jahre – Aussicht und Einsicht

Kerbholz

Kerbholz

Schon vor einem Jahr war ich mir nicht so sicher wann genau ich von Graz aufgebrochen bin, aber ich entschied mich dafür, dass es der 26. Februar war. Nachdem sich dieser nun ein weiteres Mal jährt, dachte ich an einen kleinen Jubiläumseintrag. Zwei Jahre also, oder 730 Tage. So lange kreise ich schon um die blaue Murmel, während diese zwei Sonnenumläufe hinter sich hat. Bedeutet mir diese Zahl etwas? Nein, das tut sie nicht, der Weg war und ist das Ziel und ich bin sehr froh, dass ich noch ein Stück davon vor mir habe. Ein Jahr wollte ich weg bleiben, einen Zyklus aussetzen, einen Jahreskreis fern von Heimat und Vertauten und Vertrautem verbringen. Ich bin froh, dass es mehr wurde. Weiterlesen

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Lima und weiter

So, der Takt erhöht sich wieder ein wenig. Gerade noch im Dschungel, schon hocke ich im Großstadtdschungel, diesmal ist es ein Wochenende in Lima. Ich bin kein Freund mehr von lauten, großen Städten und Lima, dieser Moloch, ist auch nicht gerade sehr einladend. Doch es sind nicht die Orte, die mir in Erinnerung bleiben werden, sondern die Menschen. In Lima kam ich (dank Couchsurfing) bei Orietta unter und sie und ihre Familie (Eltern, drei Schwestern, zwei Kinder und zwei Katzen) kümmerten sich rührend um mich. Ohne sie wäre Lima nur zum Transitknoten verkommen, so aber ist es nun eine Erinnerung, an die ich wohl gerne zurück denken werde. Und die nächsten lieben Menschen sind schon im Anflug.
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Was grunzt denn da?

Wer erinnert sich noch an die süßeste Sau Südindiens? Nun haben mich im fernen Kolumbien ein paar Fotos von Susi Quattro erreicht. Grunz!

Susi lässt sich angreifen und streicheln. Die Leute sind nett zu ihr, auch wenn sie Susi oft verjagen müssen, weil sie irgend etwas anstellt… Susi fühlt sich saumäßig wohl und führt sich auch so auf. Frisst alles, stiehlt alles, von Schuhen und Flipflops über frisch gesäte Erdnüsse… Über Nacht wird sie weg gesperrt, am Tag rennt sie rum. Weiterlesen

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