Virtuelle Räume

wallpaper_coAm Ende ging dann alles schnell. Ein paar Tage nach Barichara, eine Nacht in Suesca campen, mich von allen Freunden verabschieden; von Johanna und ihrer Familie, Claudia, Diana, Roberto… und ich stelle fest, wie schwer es mir fällt, Bogota zu verlassen. Ursprünglich waren zwei Wochen geplant, nun sind es fast drei Monate geworden. Ich bin sehr froh, dass ich mir und dieser Stadt eine zweite Chance gegeben habe, aber dafür schmerzt der Abschied nun doppelt. Ob das mit meinem Wandel der letzten Monate zu tun hat? Bisher waren Abschiede für mich eher leicht verdaulich, war ich gedanklich doch schon mindestens eine Etappe weiter. Aber mittlerweile versuche ich mehr im Jetzt zu sein, mehr Gewahrsein zu (er)leben, weniger in der Fiktion zu treiben. Als ich auf Hawaii zehn Tage in selbst auferlegter Isolation meditierte, da erkannte ich mit Erstaunen, dass ich geschätzte 98% meiner Zeit in gedanklich virtuellen Räumen verbrachte. Dem wirke ich nun mit vermehrter Achtsamkeit entgegen und die macht sich in jedem Fall bemerkbar, erwünscht oder unerwünscht. Aber letzten Endes sind das alles nur Konsequenzen meiner Entscheidung. Jener zu reisen. Das schließt Abschiede mit ein. Doch jeder Abschied erst erschafft das wundervolle Potenzial eines Wiedersehens…

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3 Gedanken zu „Virtuelle Räume

    • Hahaha, jawohl, merken! Aber ich glaube schon, dass es mir im Dschungel (also im richtigen, nicht in Leticia) gefallen wird. Dschungeltour ist schon gebucht, bald geht es los…

  1. So schöne Fotos!!! Heute ist deine Karte angekommen, hab mich sehr gefreut!!!! Danke. Ich freu mich auf ein Wiedersehen, wennst ausm Keller die m.Gyver Sachen holst. Bussi, und fetzige Grüße zurück!! die Base!

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